MIKA - "THE BOY WHO KNEW TOO MUCH"
Während sein Debütalbum "Life In Cartoon Motion" als dreist gestaltete Visitenkarte und überdimensionales Aushängeschild dieser Eigenständigkeit fungierte, überzeugt der Nachfolger mit dem Titel "The Boy Who Knew Too Much" als perfekt ausgereifte Version eines unmissverständlichen Pop-Sounds, den keiner so beherrscht wie er: Da wäre die Stimme, die locker mehrere Oktaven umspannt, das meisterhafte Klavierspiel, die druckvollen Rhythmen und explosionsartigen Höhepunkte, die überlebensgroßen Geschichten, mit denen er menschliche Probleme auf den Punkt bringt, und schließlich die großformatigen Pop-Produktionen, die einem schlichtweg die Schuhe ausziehen. "Als ich mich dieses Mal an die Arbeit machte, lautete mein zentraler Vorsatz: selbst die Initiative ergreifen und mich nicht von außen beeinflussen lassen", sagt er. "Ich musste noch einmal ganz von vorne anfangen, zu demjenigen Punkt zurückkehren, an dem noch niemand seinen Senf zu meinem individuellen Ansatz dazugegeben hatte." Es gibt nur ein einziges Wort, das beschreibt, wie es sich anfühlt, wenn man den zweiten Teil seines kaleidoskopischen Pop-Traums anhört. Es lautet "waghalsig".